TriACon Meschede 

Mountainbike / Inlinen / Laufen

 

 

 

 

 

 

Team Backdrifter

Maren Kootstra

Jessica Borchert

Klaus Roth

14. Mai 2005

 

Bericht

 

Maren Kootstra (Laufen, 10 km, 8 Runden)

Allen, die jetzt glauben einen seriösen Eventbericht zu lesen, sei nun hiermit gesagt – er ist es nicht.

Ich laufe täglich meine Hausrunde, gemütliche 5 km in gemütlichen 35 min. Alles ohne Hektik, abgesehen von Kind und Hund im Schlepptau. Die Hektik begann dann am Dienstag, dem 10.05., indem ich freundlich fragend auf die TriACon in Meschede hingewiesen wurde („Du könntest ja laufen“). Ich ließ mir dies ungefähr zwei Minuten durch den Kopf gehen und setzte dann all meine organisatorische Kraft Ressourcen in Gang. Denn mit Kind und Hund wollte ich nicht starten (obwohl das sicherlich zur Belustigung aller gedient hätte)

Wir setzten uns dann am 14.05. Richtung Meschede in Bewegung. „Wir“ bestanden aus: Meiner Freundin /Retter in der Not Jessica (Tdschessi), ich-kann-ohne-Sport-nicht leben-Klaus und meiner Wenigkeit (immer gestresst). Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass Wettkämpfe „just-for-fun“ so aufregend sein können.

Der Startschuss fiel um 14.30 Uhr, Klaus flitzte los und mit ihm zig andere kampfeslustige Mountainbiker. In dem Moment sehnte ich mich zurück nach meiner kleine gemütliche Strecke zu Hause..............zu spät. Wir präparierten Jessi mit Startnummer, Inliner und Protektoren (Mensch, sah das cool aus) und gingen brav zur Ziel/Startlinie, wo die Inliner-Queen tapfer auf ihren Einsatz wartete. Nach
1 Stunde 30 Minuten fuhr Klaus ins Ziel, klatschte ab und Jessi startete. Ich hab zum ersten mal in meinem Leben einen Mountainbikefahrer nach einem Rennen gesehen (sah noch cooler aus) – wie der Schlamm wohl so schmeckt? Der Regen wollte nicht aufhören und tat sein übriges. Mittlerweile war ich total durchgenässt, aber ob das Zittern von der Kälte oder von der blanken Angst kam, vermochte ich nicht mehr zu unterscheiden. Nachdem ich meine äußere Hülle mit Startnummer und Kampfmimik ausgestattet hatte, machte ich mich etwas warm und ging Jessi besuchen, die weiterhin tapfer ein Ründchen nach dem nächsten durch die Mescheder Innenstadt zog. (Jetzt bloß nicht anhalten um zu Shoppen) Ein „letzte Runde“ riss mich aus meiner geistigen Vernebelung und ich, eins mit meinem treuen Regen, joggte gemächlich zum Start. Jessi brauchte 1 Stunde und 10 Minuten. Wir klatschten ab, der Regen und ich liefen los, Pfützen in meinen Schuhen ließen einen Hauch von Strandurlaub in mir aufkommen. Als nach der 4. Runde immer noch keiner mir eine Uhr verkaufen wollte, besann ich mich wieder der Realität. Die letzten Runden gingen richtig flott (Ich glaube, ich war die Langsamste mit 50 min)

Na, ja, war ja auch  nur „Just for fun.“

 

Jessica Borchert (Inlinen, 20 km, 16 Runden)

Wir erfuhren erst 5 Tage vorher durch eine Internetrecherche von Klaus, dass am 14.05.2005 ein so genannter TriACon bevor stand. Also blieb nicht mehr lange Zeit um sich auf dieses Event vorzubereiten. Glücklicherweise ließ sich meine Freundin Maren dazu ermuntern ein solches Event mit uns gemeinsam auszuprobieren und 10 km zu laufen. Ich sollte mich auf 20 km Inlinen vorbereiten, Klaus übernahm die 30 km Mountainbike. Für mich war es das erste mal, dass ich an so einem Wettbewerb teilnahm, gleichzeitig haben wir diese Herausforderung als eine Vorbereitung für ein Outdoor-Adventure-Event im Juli gesehen.

Nachdem Kind und Kegel untergebracht waren und wir alle noch an zwei Tagen für den TriACon trainieren konnten, ging es dann am Samstag um 10.00 Uhr in Mülheim an der Ruhr los. Aufgeregt war ich an diesem Tag nicht, eher an den Tagen davor. Keiner wusste genau was auf uns zukommt. Zudem kam auch noch ständiger Regen hinzu, was die ganze Sache nicht angenehmer machte, besonders für das Inlinen.

Um 12.00 Uhr standen wir in Meschede bei Regen auf dem Parkplatz und konnten noch in Ruhe ein wenig essen und quatschen. Um 14.30 Uhr fiel für Klaus der Startschuss für die Mountainbike Strecke. Etwa 1 1/2 Stunden und eine Reifenpanne später war ich dann an der Reihe. Ich bin die Strecke vorab nicht mit den Inlinern abgefahren, sondern  ließ mich von der Stecke überraschen.

Die Strecke war bis auf den Regen und ein wenig Kopfsteinpflaster OK und man bekam jede Runde von den Streckenposten die Zeit bzw. Rundenanzahl angesagt. Nach der 6. Runde, insgesamt waren es für die Inliner 16 Runden, war ich am Ende und musste das Tempo für die weitere Strecke erstmal neu einteilen. Auf dem Asphalt Stück konnte man sich einigermaßen ausruhen und durch lange Schritte Speed machen, bis dann ein kleiner Anstieg und das Kopfsteinpflaster wieder die Geschwindigkeit verlangsamten.

Nach insgesamt 2 Stunden und 40 Minuten schickte ich dann Maren zum Laufen auf die Strecke. Mit einer Zeit von 50 Minuten zeigte sie eine starke Laufleistung.

Wir alle haben unsere Sache super gemacht und jeder von uns hat, wie ich finde, eine super Zeit hingelegt. Wenn wir nächstes Jahr eine längere Vorbereitungszeit und keine Reifenpanne haben, werden wir auch vorne mithalten können.

 

Klaus Roth (MTB, 30 km, 1 Runde)

Kurz entschlossen fuhr ich bereits 1 Woche nach dem 3. Internationalen Mountainbikemarathon in Winterberg wieder in Richtung Sauerland. Im Wagen zwei nette Frauen, die sich spontan und furchtlos meinen Plänen angeschlossen hatten. Es galt einen Wettkampf der besonderen Art zu bestreiten. TriACon oder ausgeschrieben Tri Action Contest hatte nichts mit dem ursprünglichen Contests und nassen T-Shirts zu tun. Dachten wir…

Hinter der Bezeichnung steckte die Kombination von drei Sportarten: 30 km Mountainbike, 20 km Inlinern und 10 km Laufen.

Zu den nassen T-Shirts sei nur soviel gesagt: Es regnete den ganzen Tag ununterbrochen, die Kälte mit 11°C gab ihr übriges mit dazu.

Nachdem wir uns mehr als rechtzeitig bei der Anmeldung eingefunden hatten, durften wir mit der Startnummer 1 das Rennen aufnehmen.

Die Atmosphäre war nett und gelassen und so unterhielten sich die Fahrer bis einige Sekunden vor dem Start. Das Höhenprofil hatte ich vorher studiert und war gespannt auf die 30 km mit ihren 600 HM.

Der Startschuss fiel und die Pedale flogen, um nicht aufgehalten zu werden machte ich bereits ordentlich Druck und setzte mich mit 4 Fahrern knapp 50 m ab. Die Charakteristik ähnelte einem Sprint, der Puls jenseits der 180 Schläge/min. Die ersten Meter waren noch flach, der Belag Asphalt, kurz vor einer Anhöhe dann der Schock: Bahnübergang geschlossen !!!

Wir nahmen das Tempo raus und schon war auch der Zug schon vorbei und wir zogen den steilen Berg hinauf. Der Sieger des letzten Jahres blickte sich noch mal um und zog uns unaufhaltsam davon.

 

 

Der Dreikampf war fair und wir ließen uns den Platz, den wir benötigten. Der Berg war lang wurde zum Ende aber flacher, das Tempo stieg an. Mittlerweile hatte ich mich an Platz 2 geschoben und versuchte mich weiter abzusetzen was mir auch gelang. Die Strecke war schön die Umgebung einfach toll.

Nach gut 22 min auf einer schnellen Schotterabfahrt mit großen Steinen passierte es dann: Plattfuss hinten !!!

Mein erster Gedanke war das Ding mit Platten zu Ende zu fahren, der zweite kam kurz danach und drehte sich um die Aufgabe. Dann der dritte: Rette was geht! Mit geliehenem Schlauch und irgendeiner Wald- und Wiesenpumpe reparierte ich das Rad. Kettenklemmer, erhöhter Aufwand mit der Rohloff zwangen mir eine Pause von 15 min auf. Das Feld war längst vorbei.

Mit wenig Druck und einem Reifen, der nicht richtig saß machte ich mich zur Jagd auf. Wie wild pflügte ich durch die Wälder und kassierte nach wenigen Minuten die ersten Fahrer. 26 sollten es werden.

Der Dreck war furchtbar, die Zähne knirschten und ich konnte nur verschwommen den Weg erkennen. Besonders schlimm war es auf einer langen Abfahrt von 4 km, der Dreck peitschte ins Gesicht während wir mit hoher Geschwindigkeit durch die Kurven des Waldweges in Richtung Meschede jagten. In der Stadt herrschte dann etwas Chaos, da keiner genau wusste wo denn das Ziel liegt, doch gefunden haben wir es dann doch.

Nach 1 h und 31 min fuhr ich dann ins Ziel ein und klatschte Jessi ab, die sich sofort auf ihre 16 Runden Inlinen machte.

Nach einer Radwäsche und einer heißen Dusche begab ich mich wieder an die Strecke, wo bereits Maren ihr Laufrunden absolvierte. Immer noch regnete es unaufhörlich.

Glücklich und erschöpft hatten wir nach 3 h 30 min die Strecke bewältigt und ließen uns erst mal mit einer Massage verwöhnen.

 

 

Nachdem jeder von seiner Strecke und dem Erlebten seines Wettkampfes berichtete, haben wir einstimmig beschlossen, dass es nicht unser letztes Event dieser Art war !

Team Sport hat eben einen besonderen Reiz !

 

Veranstaltungsart

Tri Action Contest

Distanz

30 / 20 / 10 km

Startzeit

14:30 Uhr

Wetter

regnersich

Temperatur

11 °C

Startnummer

1

Platzierung [Mixed Team]

8.

Zeit [gesamt]

3:30:56

Zeit [MTB]

 K. Roth

1:31:21

Zeit [Inlinen]

J. Borchert

1:09:36

Zeit [Laufen]

M.Kootstra

0:49:59