2. Int. MTB-Marathon Winterberg 2004
Mountainbike
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Veranstaltungsart |
MTB-Marathon |
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Distanz |
65 km |
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Startzeit |
09:00 Uhr |
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Wetter |
Bewölkt |
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Temperatur |
8-10 °C |
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Startnummer |
60 |
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Platzierung [AK] |
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Platzierung [ges] |
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Teilnehmer [ges] |
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Zeit |
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Rennbericht von Klaus Roth

Sollte Winterberg ein 2. Willingen werden. Eine ähnliche Schlammschlacht war zu befürchten. Das Wetter die vorhergehende Woche war stark verregnet, für den Renntag wurde Dauerregen vorausgesagt.
Die Rennleitung reagierte und kürzte kurzerhand die 94 km Strecke (2 Runden je 47 km ) um 10 km pro Runde auf 74 km.
Der Start verlief reibungslos, etwa 80-100 Starter gingen für die große Runde an den Start. Die im Gegensatz um Vorjahr leicht veränderte Streckenführung war bekannter Art: Viel Wald- und Forstwege, vereinzelt Single-Trails doch technisch eher wenig reizvoll. Schon nach wenigen Metern waren wir total verdreckt, was uns dann auch gar nicht mehr kümmerte. Das Tempo auf dem abschüssigen Waldwegen war sehr hoch und ich hatte mit meinem Sparprofil einige Mühe das Rad in der Spur zu halten. Zumal ich noch um 5 Uhr meinen Vorderreifen schnell wechseln musste und ich nur ein gut angefahrenes Modell zu Auswahl hatte.
Zwischen Kilometer 10 und 12 passierte es dann doch: In einer lang gezogenen Schotterkurve, die sich zum Ende zuzog kam ich auf den Grünstreifen, rutschte in den flachen Graben, der abrupt in einem Steinmäuerchen endete. Was passierte kann ich nicht sagen, es hat nur gescheppert und ich flog durch die Luft. Ich bin heilfroh über meinen Helm, der hat nämlich richtig was abbekommen, ohne den wäre es wahrscheinlich mal eben dunkel geworden…
Natürlich meine neue Teamkleidung gut gelöchert und mein Vorderrad hat ebenfalls einen ordentlichen Schlag abbekommen.
Etwas zerstreut ging es dann aber weiter, doch die Angst fuhr mit und bremste. Die 24h von München waren auch noch nicht verdaut, die Motivation etwas im Keller und immer der Gedanke an die 12h von Külsheim, die am Folgewochenende warteten. Ganz langsam ging es dann besser, ich fing wieder an zu beißen, sobald ich irgendwo im Unterholz ein Hinterrad sichtete. Zudem trocknete die Strecke etwas ab und die Sonne ließ sich ab und an mal blicken.
Furchtbar war ein 4-5 km langes Geradeausstück, das gegen den Wind leicht bergauf führte, an dieser Stelle, die zwei mal gefahren werden musste habe ich mir fast die Zähne ausgebissen.
Die erste Runde konnte ich dann nach 2h 8min beenden und begab mich auf die letzte Runde. Kurz vor einem schönen Aufstieg, den man gut konstant hochfahren konnte, winkten die Streckenposten uns weiter, dieser Streckenabschnitt wurde für die 2. Runde ebenfalls gestrichen.
Ok, es war mir recht, doch verstanden habe ich es nicht.
Auf der kompletten Runde kämpfte ich mit einem Belgier, der nur hinter mir lauerte und sich nicht abschütteln ließ. Als es auf die letzten 6km des Rennens ging konnte ich seinen Atem förmlich spüren. Aber es hörte sich an, als würden da keine großen Reserven mehr vorhanden sein. Und tatsächlich er machte Druck und versuchte anzugreifen, damit er zuerst auf den Single-Trail hoch nach Winterberg kommt. Ich konnte den Angriff abwehren. Mittlerweile waren zwei Leute an meinem Hinterrad und ich befürchtete noch eine Attacke auf der Zieleinfahrt. Doch ich habe mich zusammengerissen, und die letzten Meter konnte ich meine Position noch behaupten. Ein fairer Handschlag im Ziel und die Strapazen waren schon fast wieder vergessen.
Auf der Strecke gab es nur eine Verpflegungsstation sowie ein Stand am Start/Ziel, dort gab es isotonisches Getränk, Bananen, Kuchen und Riegenstücke
Grundsätzlich war es eine schöne Veranstaltung, leider schwach besucht und mit wenig Aktion um die Veranstaltung.
Anbei ein Bild welches das Ergebnis der Schlammschlacht zeigt,
das Auto habe ich lieber mal nicht fotografiert…