Rund um Köln der Radklassiker.... (Bericht von Klaus Roth)

 

89. Rund um Köln  12.April 2004

Rennrad

Rennbericht

Lange im Voraus freute ich mich schon auf die Rund um Köln Challenge am Ostermontag. Zum ersten Mal konnten auch Hobbyfahrer an der 89. Köln-Rundfahrt teilnehmen. Einzige Hürde war das Minimum von 25 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, die an 3 Stellen gemessen wurde.

Rechtzeitig machte ich mich auf den Weg zur Messe Köln, wo die Ausgabe der Startnummern war, das Thermometer im Auto zeigte lausige +1 °C an.

Die Organisation war perfekt und kurze Zeit später konnte ich schon mit dem Rad nach Leverkusen fahren, knappe 15 km bis zum Start. Die Ausschilderung war nicht sehr gut, dennoch traf ich 2,5 h vor dem Start dort ein. Noch waren die Aufbauarbeiten im Gange und sehr wenige Radfahrer vor Ort. Allmählich wurde es wärmer und die Sonnenstrahlen wärmten die schwarzen Arm- und Beinlinge.

Kurz nach 11 Uhr positionierte ich mich im 1. von 3 Startblöcken mit je 500 Fahrern. Die Trikots zeugten von Teilnahmen an den verschiedensten  Rennen und manche Räder trieben einen das Wasser in die Augen.

Um 11:30 Uhr deuteten zwei Hubschrauber auf das Herannahen der Profis, darunter Ullrich, Zabel,…

Mit hoher Geschwindigkeit rasten die Profis mit ihren Servicewagen an der Stichstrasse vorbei, aus der wir starten sollten. Die Nervosität stieg und knappe

4 min später fiel der Startschuss für den Startblock 1.

Sehr diszipliniert ging es in der Startphase zu und begleitet von vielen Zuschauern ging es mit hoher Geschwindigkeit die Strasse hinab.

Das Rennen verlief relativ ruhig, gespannt war ich auf die 3 Steigungen, die 7 km lange Steigung hoch zum Esel aber auch das Kopfsteinstück hinauf zum Bensberger Schloss. Generell war das Tempo sehr hoch und es war wichtig in einer Gruppe zu fahren um nicht dem Wind ausgesetzt zu sein, das schont die Kräfte.

 

 

Nach etwa 15 -20 km war das Feld etwas strukturiert und ich fuhr in einer Gruppe mit ca. 35 Mann. Es kristallisierten sich etwa 8 Fahrer heraus, die die Führungsarbeit an der Spitze machten, teilweise mischte ich auch vorne mit. Mein Ziel war es nicht im Pulk eingeklemmt zu werden und möglichst schnell reagieren zu können, falls das Tempo an der Spitze angehoben würde.

Der Bensberger Schlossberg war ein Erlebnis besonderer Art, zuerst ging es im Ort den Berg hoch und das letzte Stück, etwa 300 m nochmals steil auf Kopfsteinpflaster zum Schloss hinauf. Im Wiegetritt und angefeuert von Tausenden Zuschauern fuhren wir den Berg hinauf (Bild unten).

 

 

Die letzen 15 km gingen leicht bergab und das Tempo war entsprechend hoch. Als noch 8 km zu fahren waren wurde es unruhig in der Gruppe und es entstanden viele unnötige und riskante Situationen, da keiner auch nur einen Meter verschenken wollte. Die Zuschauerzahl nahm zu, dennoch hatte ich auf der Deutzer Brücke kaum ein Auge dafür, denn die Kräfte waren zu Ende.

Der Schlusssprint ging durch den Tunnel und am Rheinufer entlang, unerwartet lag die Zieleinfahrt vor mir und ich gab noch einmal alles.

10 m vor dem Ziel gab es einen Schlag und mein Hinterbau gab nach, eine Speiche war gerissen und das Hinterrad ziemlich verbogen.

Die Uhr zeigte 1:38:55 h und einen Schnitt von satten 36,4 km/h.

Das Fahrrad trug ich dann die 5 km zur Kölner Messe, wo ich auf die Profis wartete, die am Ende ihrer 203 km noch 2 Runden durch Köln fuhren.

Das Rennen der Profis entschied Erik Zabel vom Team T-Mobile für sich, Jan Ullrich fuhr das gesamte Rennen im Hauptfeld.

 

 

Insgesamt eine tolle Veranstaltung mit riesigem Zuschauerzuspruch (1,2 Mio), ein Gefühl was dem Hobbysportler normalerweise verwehrt bleibt !

 

Veranstaltungsart

Rennrad

 

 

Distanz

60 km

 

 

Startzeit

11:40 Uhr

 

 

Wetter

Sonnig

 

 

Temperatur

5 °C

 

 

Startnummer

366

 

 

Platzierung [AK]

98.

 

 

Platzierung [ges]

237.

 

 

Teilnehmer [ges]

1161

 

 

Zeit

1:38:55

 

 

Anfahrt [km]

60 km

 

 

Anfahrt [h]

40 min